Bildungsfahrten Referendare

Kameruner Bildungsfahrtlerinnen und Bildungsfahrtler zu Gast in Deutschland – November 2017

Der Auftakt der 3,5wöchigen Austauschbegegnung startete mit einem gemeinsamen Seminarwochenende im Schullandheim in Kittlitz, das die beiden ENSA-Trainerinnen Maria und Raymonde leiteten.

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Diese Woche auf dem Dorf nutzten die Tandems für die intensive Planung der Schulprojekte, aber auch zur Teamentwicklung in der gesamten Gruppe:

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Thematischer Schwerpunkt bildete zudem die kritische Diskussion und Umsetzung von globalem Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).

IMG_E0219  Neben den Schulprojekten, die dem Schwerpunkt „Kolonialismus“ gewidmet waren, standen Hospitationen in Schulen und am Landesinstitut sowie der erfolgreiche Kameruntag an der Grundschule Rahlstedter Höhe auf dem Programm.

Einen besonderen Höhepunkt bildete ein mehrtägiger Aufenthalt in Berlin, da alle Bildungsfahrtler*inenn zur ersten INTERNATIONALEN FACH – UND EVALUIERUNGS-KONFERENZ DES ENSA-PROGRAMMS „Schulaustausch Now & Then – 2030 and beyond“ vom 5.-8. November 2017 eingeladen waren.

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Die zentralen Fragen dieser Konferenz drehten sich um die Gestaltung vom internationalen Schulaustausch im Jahr 2030.

Insgesamt 170 Schüler*innen, Lehrer*innen und Vertreter*innen verschiedener NGO’s aus sieben afrikanischen Ländern und Deutschland tauschten sich dazu aus und entwickelten gemeinsame Visionen zur konkreten Umsetzung.

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Da die Kameruner Delegation aus insgesamt 13 Teilnehmenden bestand, gab es einen intensiven Austausch mit den anderen Länderdelegationen und es konnten zahlreiche neue Kontakte erfolgreich geknüpft werden.

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In den Herbstferien im Oktober 2017 fuhr wieder eine Gruppe junger Hamburger Referendare nach Ebolowa, einer Kleinstadt im Osten von Yaoundé, um dort gemeinsam mit Kameruner Kolleg*innen zu leben und zu arbeiten. Die Schulprojekte der kamerunisch-deutschen Tandems fanden an fünf Schulen mit insgesamt rund 250 Schülerinnen und Schülern statt und standen in dieser Begegnung unter dem Motto „Auf kolonialen Spuren“.

Ziel dieses Projekts war die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte in Kamerun und der Aufbau einer Erinnerungskultur. Verknüpft mit der notwendigen Aufarbeitung und Versöhnung beider Länder war diese Begegnung intensiv und oftmals sehr emotional, da alle Beteiligten immer wieder eine gemeinsame Sprache finden mussten, um die oftmals traumatischen Erlebnisse in Worte fassen zu können.

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KATT9515Am 14. Oktober 2016 ist es endlich soweit, in Bafoussam beginnt für die Kameruner Bildungsfahrtler das Vorbereitungsseminar und in Hamburg machen sich die Referendare in aller Frühe auf den Weg zum Flughafen. Nach rund 10 Flugstunden kommen die Hamburger gemeinsam mit Claudia Schilling, der Koordinatorin des ENSA-Programms,  in Yaoundé an und werden von den Kameruner MultiplikatorInnensehr herzlich empfangen.

Nach der ersten Nacht in den Kameruner Gastfamilien der Multis treffen sich am 15. Oktober alle am Goethe-Institut zum Empfang durch die Expertin der Bildungskooperation Deutsch, Frau Katja Buchecker, und genießen bei einem gemeinsamen Frühstück den ersten Tag in Kamerun.

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Danach geht es mit dem Bus in das Dorf Yambassa, das Heimatdorf der Kameruner Nationalinspektorin für das Fach Deutsch, Frau Marthe Ebissemié. KATT9614KATT9652Hier werden wir sehr herzlich in der Chefferie begrüßt.

In einer intensiven Gesprächsrunde erklärt uns der Vorsitzende der Chefferie seine Aufgaben und beantwortet die zahlreichen Fragen der Hamburger Gäste. Anschließend sind wir zu einer leckeren Mahlzeit in der Familie der Nationalinspektorin eingeladen und brechen dann zu unserer letzten Etappe an diesem Tag auf – nach Bafoussam.

KATT9746KATT0097Hier werden die Hamburger Bildungsfahrtler mit Gesang, Tanz und kleinen Geschenken sehr herzlich empfangen.

Sonntag der 16. Oktober war der Tag des gemeinsamen Kennenlernens und der ersten Seminarsitzung, nachmittags spazieren die Tandems gemeinsam durch die Stadt Bafoussam. KATT9885KATT0599KATT9902

An dem darauffolgenden Tag (17. Oktober) formulieren die Bildungsfahrtler ihre Erwartungen und persönlichen Ziele an das Gesamtprojekt. Das Highlight am Nachmittag ist die Erkundung der Stadt Bafoussam durch die Tandems, die dieses Mal per Motorrad stattfindet. KATT9966KATT0667

An den beiden folgenden Tagen (18. und 19. Oktober) stehen vormittags Hospitationen in fünf verschiedenen Schulen in Bafoussam auf dem Programm und alle Bildungsfahrtler besuchen  interessiert verschiedene Klassen und unterschiedlichen Unterrichtsfächern. während nachmittags die konkrete Arbeit an den Schulprojekten beginnt.

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Donnerstag der 20. Oktober ist ein ganztägiger Seminartag, an dem die konkreten Vorbereitungen der Schulprojekte im Mittelpunkt stehen. Die Tandems tauschten sich intensiv über ihre Themen, ihre Ziele und ihre Produkte aus, schreiben ihre Ablaufpläne und erstellen mit viel Liebe Plakate und Arbeitsblätter, so dass bis spät in den Abend hinein eine sehr kreative und überaus produktive Stimmung im Seminarraum herrscht.

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Freitag, der 21. Oktober: Im Frühstücksraum ist es an diesem Morgen etwas trubelig, die Tandems tauschen sich über die letzten Absprachen aus und warten dann auf ihre Taxen – endlich können die Projekte in den Schulen starten!

 

Zur Idee einer Vernetzung der Lehrerausbildung in Yaoundé und in Hamburg

Die Vernetzung der Lehrerausbildung in Yaoundé und Kamerun soll auf beiden Seiten internationale und interkulturelle Erfahrungen durch gemeinsame Schulprojekte ermöglichen sowie das Entstehen von Schulpartnerschaften zu fördern.

Konkret ging es während der ersten Austauschbegegung vom 15. April bis zum 4. Mai 2014 darum,  in Lehrertandems gemeinsam Unterricht zu entwickeln, zu erproben und zu reflektieren, gemeinsame Projekte zu starten, Seminare zu veranstalten und weitere Schulpartnerschaften zu etablieren. Die TeilnehmerInnen aus Hamburg sind Referendare, die am Landesinstitut Hamburg ihren Vorbereitungsdienst absolvieren. Die TeilnehmerInnen aus Kamerun sind erfahrene PädagogInnen, die alle im Rahmen einer fünfjährigen Lehrerfortbildung als Multipliaktoren für das Fach Deutsch ausgebildet worden sind. Im Fokus stand zudem die persönliche Begegnung der einzelnen Tandems, da die Hamburger Gäste knapp zwei Wochen in den Familien ihrer Kameruner GastkollegInnen untergebracht waren.

Das Interesse von Seiten der Kameruner KollegInnen ist groß, weitere Schulprojekte und Schulpartnerschaften ins Leben zu rufen. Nach unserer Erfahrung ist es allerdings so, dass es dafür stets persönlicher Kontakte bedarf, um eine solche Partnerschaft zwischen zwei Schulen dauerhaft zu etablieren. Aus diesem Grund entstand die Überlegung, bereits in der Lehrerausbildung das Interesse an internationalen und globalen Projekten zu wecken, zumal das interkulturelle Lernen in beiden Ländern einen wesentlichen inhaltlichen Ausbildungschwerpunkt bildet.

Begrüßung in Douala
Begrüßung in Douala

 

Erster Besuch in einer Schule
Erster Besuch in einer Schule

 

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