Nachruf von Nadége
„Mama Chimène“, wie wir sie liebevoll nannten, war seit dem Jahr 2018 eine Gastfamilie für EduNeC. Sie beherbergte mehrfach Teilnehmer*innen der Bildungsfahrt und junge Freiwillige des AFS-Programms bei sich zu Hause. Als Pädagogin und Ausbilderin war sie aktiv und ehrenamtlich an der Durchführung des ersten BNE-Ferienlagers beteiligt und leitete ehrenamtlich ein Seminar für die Lehrkräfte des Zalom-Zentrums für soziale Eingliederung und Wiedereingliederung (Partner von EduNeC).
EduNeC konnte sich auf Chimènes herzliche Gastfreundschaft und ihre unermüdliche Geduld auch mit besonderen Gästen verlassen. Als Gastfamilie konnte Chimène allen Freiwilligen, die bei ihr wohnten, eine Mutter sein. Für diejenigen, die wie ich nur ab und zu vorbeischauten, hatte sie immer ein Stück Kuchen – sie war eine leidenschaftliche Bäckerin – oder eine Erfahrung, die sie von ihrer letzten Reise mitgebracht hatte, zum Teilen dabei. Ihr Haus war eine Oase der Ruhe, ihr Lächeln gab einem stets die Gewissheit, am richtigen Ort zu sein, und ihre sanfte Stimme vermittelte das Gefühl von Sicherheit. Ich vermisse diese Gastfreundschaft schon jetzt, Mama Chimène.
An ihrer Seite erhielten die Worte „WILLKOMMEN und ERZIEHEN“ ihre volle Bedeutung. Als Freundin von Jesus stand Chimène voll und ganz zu ihrem christlichen Glauben, und ob Christ*in oder auch nicht, jede*r fühlte sich in ihrer Gegenwart sofort willkommen. Ihre Fähigkeit, den anderen in seiner Andersartigkeit zu akzeptieren und dabei die eigene Authentizität zu bewahren, hat mich immer beeindruckt, und ebenso ihre Fähigkeit, andere wachsen zu lassen und selbst mit den anderen wachsen zu können, ohne sich selbst zu verbiegen, ließ sie zu einer vorbildlichen Pädagogin werden.
Friede sei mit dir dort oben, wo du von nun an ruhst, Mama Chimène.