Hitzewelle in Maroua
Kamerun ist ein zentralafrikanisches Land, das direkt am Äquator liegt. Es besteht aus zehn Regionen. Zu diesen letzteren gehört unter anderem die Fernnorden-Region oder auch Spitzennorden genannt. Diese Region hat als Hauptstadt „Maroua“. Der Fokus dieses Beitrags wird genau auf diese Region gerichtet. In dieser Region im Allgemeinen und dieser Stadt im Besonderen gibt es zu den zwei traditionellen Jahreszeiten, nämlich der Trocken- und der Regenzeit, eine letzte und meist unbekannte, die man auf die in dem nördlichen Teil meist verbreitete Sprache „Fulfuldé“[1] mit „dabboudé“ bezeichnet. Literarisch könnte man es mit „Kältezeit“ übersetzen. All diese Jahrzeiten haben aber einen Schnittpunkt, und zwar die Hitzewelle. Indessen beantworten wir im Rahmen des vorliegenden Artikels die folgenden Fragestellungen: Wo liegt genau Maroua? Wie hoch könnte die Temperatur in Maroua steigen? Und wie gehen die Einwohner*innen dieser Stadt mit dieser atemberaubenden Wärme um?
Die Fernnorden- oder Spitzennorden-Region liegt ganz hoch auf der kamerunischen Landkarte. Diese Region wird im Westen von Nigeria und im Osten vom Tschad begrenzt. Sie besteht, wie die obige Landkarte zeigt, aus sechs Departementes oder Verwaltungsbezirken: Diamare, Mayo Danay, Mayo Tsanaga, Mayo Sava, Mayo Kani und Logone et Chari. Die Stadt Maroua gilt gleichzeitig als Hauptstadt des Diamare-Bezirks und der ganzen Region und liegt mitten im Zentrum. Die Bezeichnung Maroua stammte ursprünglich aus „Masafaye“, das laut den Erstkommenden (dem Guiziga-Stamm) nur den westlichen Teil der Stadt (Zokok und Zouloum) bezeichnete[2]. Laut anderen Quellen sollte Maroua eher aus der Guiziga-Sprache „Marwa“ stammen, das im algerischen Arabisch „Felsen“, „Stein“ oder „Quarz“ bedeutet. Die Stadt Maroua oder Marwa liegt neben dem Gebirgsausläufer vom Mandara-Gebirge, das sich entlang des Kallio-Sees erstreckt[3].
[1] Fulfuldé ist die Muttersprache von Peul, auch Fulani oder Fulassi genannt. Sie wird als Kommunikationssprache im ganzen nördlichen Teil Kameruns verwendet.
[2] Mehr zu diesem Thema siehe den Artikel von Christian Seignobos: Maroua. Evolution historique aus dem Sammelband Atlas de la Province Extrême Nord Cameroun von Seignobos, C. und Iyebi-Mandjek, O. (Hrg.), Edition IRD, Paris, 2000, S. 151-156.
[3] Siehe die Webseite von Britannica unter dem Link: https://www.britannica.com/place/Maroua, konsultiert am 16. November 2025.